Wenn diese Seite nicht korrekt angezeigt wird
gehen Sie bitte zur Originalseite



Obernheim / Fasnet / Wildwasserbahn in Obernheim? / ZOLLERN-ALB-KURIER

Wildwasserbahn in Obernheim?

Das HZO-TV hat einiges aufgeschnappt – Spuk, Spiel und Schabernack beim Zunftabend

Obernheim, 08.02.2010 von Volker Schweizer

Anzeige
Seit Menschengedenken schreien die Obernheimer „O-HO“. Da ist sich ihr Zunftmeister ganz sicher. Und so wurde auch dieses Jahr jede Aufführung beim Bunten Abend mit diesem Ruf lautstark quittiert.

René Schatz, der Chef der traditionsreichen Hexenzunft, hatte nicht zu viel versprochen: Das über vierstündige Programm bot am Samstag wieder Spuk, Spiel und Schabernack – so wie man es mal halt „z'Oberna“ an der Fasnet gewohnt ist.

Dass der „Flecka“ verrückt ist, zeigt sich schon an der Zahl der Kleidlesträger. Mittlerweile präsentieren mehr als 1000 Hexen das Brauchtum. Einige wenige davon waren wie immer vom Burgbühl gekommen, um unter Leitung ihres Meisters Detlef Moser den Besuchern in der fast restlos besetzten Festhalle aufzusagen. So bekamen unter anderem Ex-Zunftmeister Alwin Schnell und Peter Schuster, der scheinbar Mühe hatte, mit seinem Auto aus einer schlammigen Wiese zu kommen, ihr Fett ab. Der Feuerwehrkommandant soll nach dem Einsatz beim Hochwasser sogar in einen Gartenteich gefallen sein.

Viele junge Gesichter prägen das neu formierte Ballett. Die Mädchen mit ihrer Leiterin Kathrin Baumgärtner präsentierten sich zuerst klassisch in kurzen Röckchen. Danach bevölkerten sie, unterstützt von zwei Jungs, als Kaminfeger die Bühne. Für die teils waghalsige Akrobatik ließ das begeisterte Publikum gleich mehrere „Raketen“ steigen.

Nachdem das Obernheimer Fasnetslied, gesungen von Achim Schätzle und Frank Stehle, verklungen war, machte es sich das Ritterpaar auf einem Sofa gemütlich, um durch das HZO-TV zu zappen. In der Tagesschau war zu hören, dass das „Projekt 21“ für Obernheim den modernsten Kindergarten Europas vorsieht, mit 16 Rutschen, Fahrgeschäften auf acht Gleisen und der Augsburger Puppenkiste. Außerdem soll in Abstimmung mit dem Europapark Rust im Baugebiet „Gruben/Ramsäcker“ eine Wildwasserbahn entstehen. Und der Bürgermeister hat sich, so der Sprecher, bereit erklärt, bei der nächsten Schneeparty auf Patrouille zu gehen. Nach „Lässig kochen mit Laux“ wurde im Aktuellen Sportstudio der neue Trainer des TSV Obernheim, Franz Beckenbauer, interviewt.

Wenn man von Musik keine Ahnung hat, sollte man sich kein Klavier kaufen. Zu dieser Einsicht kam nach lustigem Geplänkel das A-Team, bestehend aus Achim Schätzle und Alex Russig. Jutta Schuler berichtete von ihrer Reise nach England, im besonderen von ihren Erlebnissen im Königshaus. Queen Mum muss in Ritter Konradin vernarrt gewesen sein, war sie sich ganz sicher.

Ein Höhepunkt des Abends bildete das Gastspiel der „Hofminnesänger zu Oberhan“. Alex Russig, René und Bärbel Schatz, Achim Schätzle und Alexandra Weiß sangen ein Loblied auf die „Sonne“ und das Erfolgsprojekt der Gemeinde: „Sind die Taschen leer, muss MELAP her“.

Beim Besuch von Putzfrau Bertel aus dem Eyachtal (Martin Wäschle) kam das Publikum aus dem Lachen nicht heraus – wohl auch wegen einiger recht anzüglichen Gags. Moderator Jürgen Moser hatte vorsorglich angekündigt, dass die Zunft für den Auftritt nicht die Verantwortung übernehme.

Und dann war fast auch schon Mitternacht. Nach dem großen Finale und dem Dank an alle Mitwerkenden wurde munter weitergefeiert – allerdings nicht bis in die Puppen. Gestern Nachmittag wurden beim Narrentreffen in Hirrlingen die Besen geschwungen. Und da mussten die Gespielinnen der Unholda Moserin schließlich fit sein.

 

Anzeige

HBW News

HBW News

PROBE LESEN

PROBE LESEN

ONLINE ZEITUNG

ONLINE ZEITUNG